Man
hat von mir eine Zeit lang nichts
gehört, nichts gesehen und
erreichbar war ich auch nicht. Trotz
schöner Momente letztes Jahr kam
es zu meiner persönlichen
Apokalypse, die ich irgendwie
überstehen musste. Habe
auf Alarmsignale meines Körpers
nicht gehört und er hat dann mit
„Schmackes“ die Reißleine gezogen. ApokalypseFM
musste den Betrieb für eine
unbestimmte Zeit vorerst
einstellen und das Signal ist
verstummt.
In
dieser Zeit habe ich dann einen
radikalen Schritt gewagt. Zuerst
war es eine unbewusste
Entscheidung.
Alles, was mit Social Media zu tun
hatte, löschen. Kein
Instagram, kein TikTok, kein
Facebook und WhatsApp direkt
hinterher. Das
Smartphone landete in der
Schublade und auf einmal hatte ich
etwas, was ich zu diesem Zeitpunkt
schon vergessen habe : RUHE!
Nur
noch meine Bücher und meine eigenen
Gedanken. Ich
habe selbst auf Dinge verzichtet,
die mir irgendwie eine Meinung
geben konnten. YouTube,
Dailymotion, Radio, TV weg! Sollte
ich dann Langeweile gehabt haben,
habe ich diesen Zauberwürfel
geschnappt, den ich in einer
Schublade gefunden habe, und habe
mir beim Einkaufen nach und nach
kurzweilige Gedächtnisspiele
gekauft. Habe
mich einfach treiben lassen.
Dann
kam irgendwann meine Erkenntnis. Das
Problem war, dass ich privat sowie
für die Arbeit ständig das Gefühl
hatte, erreichbar sein zu müssen. Du
kennst das... mal eben schnell
E-Mails checken, WhatsApp ploppt
auf... Tante Hanni hat dir
geschrieben, dass sie wieder einen
Schuh im Zehennagel hatte. Auf
Instagram die nächste Slopflut. Das
Katzenvideo, wo die Katze den
Flammenwerfer benutzt, ist auch
wieder voll von den Kommentaren
und Diskussionen, ob es echt ist. Weiß
doch jeder, dass Katzen das können.
„Doom-Scrolling“ kam dann
erschwerend dazu. Ganz
ehrlich... Probleme lassen sich
nicht wegscrollen.
Diese
ständige Erreichbarkeit kann zu
psychischen Abhängigkeiten führen. Das
nennt sich umgangssprachlich
„Always-on“, und Doom-Scrolling
und die Nutzung von Social Media
sind eine Form davon. Auf
das ganze Thema selbst möchte ich
in diesem Artikel nicht eingehen,
das werde ich in einem separaten
Artikel tun.
Eigentlich
stand zu diesem Zeitpunkt für mich
fest, dass ich einen radikaleren
Schritt gehen werde. Ich
musste die Kontrolle
wiedererlangen. Es
kam dann der Kahlschlag. Nach den
Apps kamen die Social-Media-Profile
selbst dran. Privat
und für ApokalypseFM. Habe
mir ein Handy gekauft. Was kann es?
Richtig... Telefonieren und SMS. Das
war’s. Billig
war es auch noch. Das
Smartphone wurde nur noch aus der
Schublade geholt, wenn ich
Online-Banking gemacht habe oder
zum Einkaufen benötigt wurde.
Habe
mir eine Schreibmaschine besorgt,
habe meinen C64 aufgestellt inkl. Floppy
und Nadeldrucker, den ich noch
einrichten möchte. Den
nutze ich, um Formulare zu
erstellen, Tabellenkalkulation,
Musik und um ja... wie soll ich
sagen... Verdammt, es ist ein C64. Plattenspieler
zum Laufen gebracht, MiniDisc
statt MP3, Camcorder, habe eine
handliche Digitalkamera in der
Schublade gefunden, habe mir eine
analoge Spiegelreflex besorgt.
Ich
höre es schon... René, das ist
nicht effizient, langsam, man kann
gar nicht so viel auf einmal
machen.
Korrekt, und genau das ist der
Punkt. Entschleunigung!
DAS FORMAT Fokus und
Veränderung
Das
Wichtigste zuerst: ApokalypseFM
bleibt natürlich. Die
Interviews, die Gespräche, die
Reviews etc. Es wird nur ein wenig
anders. In
der nächsten Zeit soll der Kanal
ohne Gesicht von mir sein. Also
„Faceless“. Ich
habe nämlich noch ein paar Dinge
zu erledigen, die ich vorher
umsetzen möchte.
Keine
Sorge, ich werde keine KI-Stimme
und auch die Inhalte werden nicht
von KI erstellt.
Weil... auf so eine geistige
Inkontinenz kommt keine KI. Wichtig
ist, dass ich nicht grundsätzlich
dagegen bin, moderne Technik zu
benutzen. KI
nutze ich nur für Beiwerkelemente
und bei der Hilfe für meine
Webseite. Funk-Prophet
100 % und Beiwerkelemente 70 %.
Mein
Fokus liegt in Zukunft auf dem
Inhalt. Nicht
in der Idee, das „beste“ Short zu
erstellen oder den perfekten
„Instapost“ zu entwerfen. Der
Inhalt kommt, wie die Apokalypse es
zulässt. Ohne
Social Media, ohne Shorts und ohne
Slops. Da
stehe ich mit voller Überzeugung
dahinter! Social
Media ist nicht mehr „Social“, es
ist „Anti-Social“ geworden. Diese
Firmen nutzen nämlich gezielt
psychologische Mechanismen, um
Gehirnregionen zu stimulieren, wie
bei Menschen, die
Glücksspielautomaten nutzen.
Einfach nur, um die Nutzungsdauer zu
erhöhen. Deshalb
positioniere ich mich bewusst
gegen Social Media und setze in
Zukunft auf das klassische
Netzwerk.
Dadurch,
dass ich sowieso gerne auf
Conventions gehe, passt es doch,
mit Menschen direkt in Kontakt zu
treten. Es
klappt per E-Mail, und wenn, hat
man das Handy zum Telefonieren
oder um eine SMS zu schreiben. Mehr
„Social“ geht nicht. Außerdem
verlässt man die Hütte oder den
Bunker und erlebt was.
DIE COMMUNITY
Oft ist weniger mehr! Vor allem
ehrlicher
Kommen
wir aber zum Thema „Community“. Ich
höre es schon... „René...
Wenn du auf Social Media
verzichtest und keine Shorts o.ä.
machst, wie wirst du überhaupt
gesehen? Weniger Output? Dann
verlassen doch viele deinen Kanal“.
Das
hast du richtig erkannt, und das ist
auch gut so! Ich
brauche keinen kurzen Hype, wenn
ich glücklicherweise im richtigen
Moment das richtige Thema treffe. Darüber
muss ich mir zusätzlich zur
Erstellung meines Contents nämlich
keine Gedanken mehr machen. Wer
mir bzw. ApokalypseFM
folgt, tut dies, weil er ganz
genau weiß, worauf er sich bei
ApokalypseFM einlässt, und tut
dies aus Interesse. Das
ist ein „ECHTER“ Follower. Darüber
hinaus entsteht so ein richtiges
Fundament. Eine
Community, die richtig Lust hat.
Die
einzige Ausnahme für die Community
bleibt Discord. Weil
ich dort die Möglichkeit habe, ein
Forum zu erstellen und sobald
alles fertig ist – denkt dran...
ich mach alles alleine und das
neben der Arbeit – kann
eine Community mit Gleichgesinnten
aufgebaut werden. Lieber weniger ist
mehr als leere Hüllen. Zombies
gibt es draußen genug.
UND NUN?
Was heißt das
jetzt alles?
Kurz:
Ich bzw. ApokalypseFM bin / ist
wieder zurück. Etwas
anders, aber es wird besser als
vorher. Es
wird besser denn je. Liegen
gebliebene Projekte werden wieder
aufgenommen und alte Projekte, die
schon einmal fertig waren, werden
überarbeitet und neu verwertet.
Zum
Schluss bleibt mir nur noch zu
sagen...
Willkommen bei ApokalypseFM, schön,
dass ich wieder da bin. Lass
dich nicht beißen, bis zum
nächsten Mal.